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Spinale Muskelatrophie

 

Stand der Forschung

Wie wird sich die Krankheit in den nächsten Jahren weiter entwickeln? Diese Frage beschäftigt sicher nicht nur die Betroffenen, sondern auch Angehörige, Freunde und zu guter Letzt die behandelnden Ärzte. Schließlich bedeutet jeder Fortschritt, auch wenn er noch so klein sein sollte, einen wichtigen Schritt in Richtung viel versprechender Therapien der spinalen Muskelatrophie. Allerdings müssen an dieser Stelle die Erwartungen ein wenig gedämpft werden. Schließlich hat es mehrere Jahrzehnte gedauert, um von der ersten Beschreibung dieser Krankheit auf die genaue Ursache zu schließen. Mit Hilfe moderner Methoden der Molekularbiologie ist es schließlich gelungen, der Ursache für die spinale Muskelatrophie auf den Grund zu gehen und das betreffende Gen zu identifizieren.

Inzwischen sind sogar einige der grundlegenden Funktionsweisen des SMN-Gens bekannt. Gleiches gilt für die Auswirkungen der Mutationen auf die nachfolgende Synthesekette der Proteine. Allerdings liegt die Funktionsweise wichtiger Prozesse nach wie vor im Dunkeln. Die Wissenschaftler sind sich zwar einig über die Ursache der SMA, können aber nicht genau sagen, warum gerade die Proteine, welche auf dieses Gen zurückgehen, solch schwere Erkrankungen auslösen können. Schließlich konnten die Verbindungen in vielen Körperzellen nachgewiesen werden, scheinen aber nur im Bereich des Rückenmarks ihre verheerende Wirkung zu entfalten. Allerdings ist es bereits heute möglich, eine Prognose über den wahrscheinlichen Verlauf der spinalen Muskelatrophie zu stellen. Je mehr Teilstücke des SMN-Gens fehlen, umso schwerer droht die Krankheit SMA offenbar zu verlaufen.

 

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