Post Polio Syndrom

 

Ähnliche Erkrankungen und Unterscheidung des PPS

Um die Diagnose Post-Polio-Syndrom weiter zu untermauern, muss in der Regel eine breite Palette der unterschiedlichsten Untersuchungen vorgenommen werden, um andere Erkrankungen vor dem Beginn der Therapie ausschließen zu können. Im Rahmen dieser Differenzialdiagnose soll das PPS zum Beispiel von Erkrankungen der Nervenwurzeln abgegrenzt werden. Diese Radikulopathien treten vor allem im mittleren und fortgeschrittenen Lebensalter der Patienten auf. Neben einem anfänglichen Kribbeln in den betroffenen Bereichen und einer Taubheit kommen hier später auch Schmerzen hinzu, welche den Alltag nachhaltig stören können. Die Radikulopathie kann sogar soweit gehen, dass Lähmungen auftreten. Neben dieser neuronalen Erkrankung kommen auch Arthrosen als Verursacher für Symptome in Frage, welche teilweise denen des Post-Polio-Syndroms ähneln.

Hierbei handelt es sich aber um die mechanische Beeinträchtigung der Gelenke, was im weiteren Verlauf zu einer Behinderung der motorischen Fähigkeiten führt. In der Regel beginnen Arthrosen schleichend mit belastungsabhängigen Schmerzen. Im weiteren Verlauf machen sich auch zunehmend Schmerzen in Ruhe bemerkbar. Zudem lässt sich die Schädigung und Deformation der Gelenke, sowie des Knochens auch anhand von Röntgenaufnahmen beobachten. Neben den beiden genannten Erkrankungen kommen natürlich auch noch andere Neuropathien in Fragen, welche sich hinter den Symptomen verstecken, unter denen die Patienten leiden. Wie die Medizin im konkreten Fall die Unterscheidung der einzelnen Krankheitsbilder vornimmt, hängt natürlich von unterschiedlichen Faktoren ab, aber in der Regel kommen immer wieder bestimmte Untersuchungsmethoden zum Einsatz.

Eines dieser Verfahren ist die Elektromyographie. Mit deren Hilfe lässt sich klären, ob eine Krankheit auf neuronalen oder muskulären Schäden beruht. Im Fall des Post-Polio-Syndroms muss das Ergebnis also auf eine Beeinträchtigung der Nerven hindeuten. Ein gegenteiliges Ergebnis wäre ein Ausschlusskriterium für das Post-Polio-Syndrom. Die Elektroneurographie trägt dagegen nicht zur Diagnostik des PPS bei. Wird eine Muskelbiopsie im Rahmen der Differenzialdiagnose vorgenommen, so lässt sich hier die beginnende Schädigung der Muskelzellen durchaus feststellen. Daneben wird auch eine zurückliegende Zerstörung des Muskelgewebes durch die primäre Poliomyelitis sowie die Neuordnung der Muskelzellen für den Arzt sichtbar.

 

 

 

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