Polymyositis
Einschlussmyositis
Die dritte und letzte Form der nichterregerbedingten entzündlichen Muskelerkrankungen ist die Einschlussmyositis. Sie verdankt ihren Namen einzelnen Einschlüssen, welche im Plasma der betroffenen Körperzellen auftreten. Die Ursache für die Bildung dieser Filamente ist bis heute unklar. Anfänglich wurden Virusinfektionen als möglicher Keim der Krankheit diskutiert, allerdings fokussieren sich die Anstrengungen der Wissenschaft inzwischen auf ein Autoimmunreaktion. Leider verhält sich die Einschlussmyositis gegenüber der Polymyositis und Dermatomyositis komplett anders.
Die Schmerzen treten in der Regel sehr asymmetrisch auf und betreffen am Beginn der Erkrankung vor allem Muskeln, die sehr weit vom Körperzentrum entfernt liegen. Zudem treten Symptome häufiger bei Männern als bei Frauen auf, was für eine entzündliche Myopathie eher ungewöhnlich ist. Aufgrund der besonderen Auswirkungen auf die Muskelzellen gestaltet sich eine sichere Diagnose als sehr schwierig, Eine alleinige Untersuchung des Blutserums oder der elektromyographische Nachweis erbringen mitunter keine ausreichenden Ergebnisse. Nur die Kombination aller zur Verfügung stehenden Mittel ermöglicht die Feststellung der Einschlussmyositis, da die Bildung der Filamente nur mit Hilfe eines Mikroskops festgestellt werden kann.
Leider hat sich die Einschlussmyositis bisher gegenüber vielen Therapieversuchen als resistent erwiesen. Die übliche medikamentöse Behandlung der Patienten mit Kortison-Präparaten und Immunsuppressiva hat keinen nennenswerten Erfolg erzielt. Aufgrund einer stetigen Verringerung der Muskelkraft, werten Mediziner bereits eine Verlangsamung dieses Prozesses als Therapieerfolg. Internationale Studien scheinen darauf hinzuweisen, dass vor allem die Verabreichung von hochdosierten Immunglobulin eine wirksame Verbesserung für Patienten mit sich bringt.
