Polymyositis

 

Auswirkungen auf das Leben der Patienten

Zwar unterscheiden sich die einzelnen entzündlichen Myopathien in ihren Symptomen untereinander, wirken sich aber immer nachhaltig auf das Leben der Patienten aus. Betroffene müssen gerade bei langandauernden Erkrankungen mit tiefen Einschnitten in ihr bisheriges Leben rechnen. Schließlich wirken sich die Myopathien auf die Muskulatur und damit den Bewegungsapparat aus. Anfänglich wird eine Polymyositis vielleicht nur als Muskelkater wahrgenommen, aber mit der Zeit werden Tätigkeiten und Bewegungen, wie etwa das Treppensteigen oder der Besuch im Fitnessstudio, der Vergangenheit angehören, da die Entzündungen den Muskel ohne eine ausreichende und angemessene Therapie immer weiter schädigen und letzten Endes abbauen.

Die Folgen zerstörter Muskelzellen und fehlender Beweglichkeit liegen auf der Hand, denn eine mangelnde Belastbarkeit führt früher oder später dazu, dass Patienten den Anforderungen des Alltags nicht mehr gewachsen und auf fremde Hilfe angewiesen sind. Mit diesen körperlichen Einschränkungen ist im Allgemeinen auch eine seelische Belastung verbunden, da Betroffene ihrem eigenen Verfall zusehen und ihn spüren können, was den besonderen Beistand der Familie und von Freunden oder Bekannten notwendig macht.

Zudem äußert sich speziell die Dermatomyositis für das gesamte Umfeld sichtbar in Körperregionen, wie dem Gesicht oder an Brust und Hals. Sicher empfinden Fremde dieses Krankheitsbild als unangenehm und treten Patienten mit einer gewissen Reserviertheit gegenüber, was für diese im Allgemeinen als zusätzliche Belastung empfunden wird, da sie durch die sichtbaren Zeichen ihrer Krankheit einer Stigmatisierung ausgesetzt sind. Eine weitere Folge dieser Autoimmunerkrankungen besteht in dem erhöhten Risiko, das Patienten  anderen Infektionen schutzlos ausgeliefert sind, da die Immunabwehr durch die Myopathie selbst und therapeutische Maßnahmen in Mitleidenschaft gezogen wird.  

 

 

 

 

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