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Muskelatrophie Typ Kennedy

 

Therapie des Kennedy-Syndroms

Patienten, die unter dem Kennedy-Syndrom leiden, können leider heute noch nicht mit der Hilfe moderner Therapien und Medikamenten rechnen. Es ist den Neurologen und Molekularbiologen immer noch nicht gelungen, das Problem SBMA zu lösen. Somit ist keine Behandlungsform bekannt bzw. der breiten Öffentlichkeit zugänglich, um die Ursachen dieser erblichen Muskelkrankheit zu therapieren. Wie sich die Situation in den nächsten Jahren entwickeln wird, bleibt abzuwarten, da im Moment die Forschungen auf diesem Gebiet immer noch andauern. Mehrfach wurden den Patienten im Rahmen der medikamentösen Therapie Androgene verabreicht. Diese Hormongabe hatte eine geringe Verbesserung der Muskelkraft zur Folge. Allerdings herrscht immer noch keine Klarheit darüber, ob es sich bei diesem Effekt um eine generelle Wirkung der Hormone handelt oder diese nur für den Kreis der SBMA-Patienten zutrifft.

Allen Betroffenen wird empfohlen, sich im Alltag nach ihren Möglichkeiten zu bewegen und in regelmäßigen Abständen auf physiotherapeutische und krankengymnastische Maßnahmen zurückzugreifen. Mit deren Hilfe soll der schleichende Verfall des Körpers und die allmähliche Degeneration der Muskelzellen verlangsamt werden. Da eine Heilung und somit die vollkommene Genesung nicht möglich ist, können Patienten nur die motorischen Fähigkeiten weiter schulen. Allerdings sind Höchstleistungen und Überanstrengungen zu vermeiden, da im Rahmen des Kennedy-Syndroms keine Muskelregeneration wie bei einem gesunden Menschen mehr möglich ist. Was am Ende für einen bestimmten Patienten die optimalen Übungen darstellt, sollte jeder selbst herausfinden und diese in die täglichen Abläufe einbinden. Sobald der Erschöpfungszustand eintritt, sind die Aktivitäten zu unterbrechen.

 

 

 

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