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Guillain Barré Syndrom

 

Das Krankheitsbild des Guillain–Barré–Syndroms

Das Bild dieses Leidens manifestiert sich in erster Linie als Beeinträchtigung der Muskulatur und der motorischen Fähigkeiten bei betroffenen Personen. Häufig berichten die Patienten über ein kribbelndes Gefühl in den Händen und Füßen oder sprechen von einer Taubheit der betroffenen Stellen. Im weiteren Verlauf der Erkrankung entwickeln sich diese Beeinträchtigungen der Sensorik immer mehr zu einer Muskelschwäche, die ihren Anfang häufig in den Beinen nimmt. Es kommt zu Schwierigkeiten beim Aufrichten aus der Hocke und dem Treppensteigen. Von den unteren Extremitäten greift das Guillain–Barré–Syndrom auf die Arme über und kann am Ende sogar zu Lähmungen der Atemmuskulatur führen. Es kann also im weiteren Verlauf dieser Krankheit durchaus zu Schwierigkeiten kommen, die eine besondere Behandlung notwendig machen. Zum Glück handelt es sich aber beim Guillain–Barré–Syndrom um eine relativ selten auftretende Erkrankung. Die Inzidenzrate weißt mit 2*10-5 auf etwa 2 Neuerkrankungen unter 100.000 untersuchten Personen hin.

Wie die genannten Anzeichen bereits vermuten lassen werden in erster Linie die langen Nerven beschädigt, welche vornehmlich in den Extremitäten auftreten. Was den Einfluss von Infektionskrankheiten auf das Guillain–Barré–Syndrom betrifft, so lässt sich anhand der medizinischen Dokumentationen ein eindeutiger Zusammenhang feststellen. In einem großen Teil der aufgetretenen Fälle ging den Anzeichen für das GBS eine Infektion voraus. Hierbei scheint etwa ein Drittel der Erkrankungen durch Campylobacter jejuni ausgelöst zu werden. Dieses stäbchenförmige Bakterium verursacht eine Durchfallerkrankung und kommt auch für eine weite Palette anderer Krankheitsbilder in Betracht. Nach einer Inkubationszeit von drei bis zehn Tagen können neben Bauchschmerzen und dem bereits genannten Durchfall auch Fieber und Erbrechen auftreten. Patienten, die im Zuge einer Infektion mit Campylobacter jejuni am GBS erkranken, klagen häufig über Lähmungen der Arme und Beine. Eine weitere Infektionskrankheit, welche mit dem Guillain–Barré–Syndrom in Verbindung steht, ist das Zytomegalie-Virus. Dieser Krankheitserreger gehört zur Gruppe der Herpesviren und tritt etwa bei einem Fünftel der GBS-Patienten auf, die über Störungen der sensorischen Wahrnehmung und Atembeschwerden klagen. Neben diesen beiden Erregern kommen aber auch noch andere als Auslöser für die Autoimmunreaktion in Frage, wie etwa Mycoplasma pneumoniae oder das Epstein-Barr-Virus.

 

 

 

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