Guillain Barré Syndrom

 

Die historische Entwicklung des GBS

Wie so oft in der medizinischen Geschichte trägt auch das Guillain–Barré–Syndromden Namen des oder besser der Entdecker, wobei es sich in den meisten Fällen eher um die Person handelt, welche die Krankheit beschrieben hat. Allerdings fehlt an dieser Stelle einer der Autoren, welcher für die Dokumentation dieser Neuropathie 1916 mitverantwortlich und an der wissenschaftlichen Beschreibung des Guillain–Barré–Syndroms beteiligt war. Die medizinische Geschichte dieser Erkrankung beginnt zwar bereits vor dem Jahr 1916. Allerdings erschien in den Wirren des Ersten Weltkriegs eine Veröffentlichung in Frankreich, welche sich mit dem Gesamtbild der Erkrankung befasste. Die Autoren Georges Guillain und J. Barré setzten sich mit dieser Arbeit ein wissenschaftliches Denkmal. Der dritte Autor, A. Strohl, hat es leider nur zu einer historischen Randnotiz gebracht.

Erste Berichte über eine Krankheit, die mit extrem schnellen Lähmungserscheinungen der Gliedmaßen einhergeht, existierten aber bereits vor dieser Veröffentlichung. Mitte des 19. Jahrhunderts tauchten Berichte auf, die von einer „akut aufsteigenden Lähmung“ sprechen. Im Lauf der Zeit deckten einzelne Forschungsarbeiten immer neue Aspekte dieses Phänomens auf und verbesserten zunehmend den Kenntnisstand der Medizin. Inzwischen werden verschiedene Typen dieser Krankheit unterschieden. Neben drei Subformen kennt die Wissenschaft inzwischen auch verschiedene Verlaufsformen, von denen das Miller–Fisher–Syndrom zu den bekanntesten Erkrankungen zählt. Auf die letztgenannte Erkrankung soll auf einer anderen Seite noch etwas genauer eingegangen werden, um die verwandtschaftliche Beziehung zwischen diesen beiden Krankheiten aufzuzeigen.

 

 

 

 

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