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Muskelerkrankungen A-Z

Sicher kennt diese Krankheiten jeder – eine Erkältung mit Husten und Kopfschmerzen oder die eine oder andere Mandelentzündung sowie hin und wieder Zahnschmerzen. Was haben alle diese Erkrankungen gemeinsam? Richtig, sie sind relativ harmlos und in der Regel auch für den menschlichen Organismus ungefährlich. Die moderne Medizin hat Mittel und Wege gefunden, um die Gesundheit vor den Auswirkungen dieser Leiden zu schützen. Inzwischen sind diese Krankheitsbilder so selbstverständlich, dass ein großer Teil der Bevölkerung kaum einen Gedanken mehr an sie verschwendet. Was aber, wenn plötzlich Symptome auftreten, die so gar nichts mit einem Schnupfen zu tun haben, sondern wesentlich besorgniserregender sind?

In einem solchen Fall sind selbst viele der Hausärzte mit einer Diagnose überfordert. Wenn plötzlich Lähmungen, eine Schwächung der Muskulatur und Koordinationsschwierigkeiten beim Gehen oder Treppen steigen auftreten, hilft meist nur noch der Rat von einigen Spezialisten weiter. Denn bei den hier beschriebenen Anzeichen für eine Erkrankung handelt es sich um Symptome, die dann auftreten, wenn die menschliche Muskulatur von einer Krankheit betroffen ist. Leider lassen sich diese nicht so ohne Weiteres behandeln. In vielen Fällen muss auch die moderne Schulmedizin vor diesen Krankheitsbildern kapitulieren, da es sich bei einem hohen Prozentsatz der hier anzutreffenden Erkrankungen um sogenannte Erbkrankheiten handelt. Deren Ursache geht auf eine Mutation des menschlichen Erbgutes zurück.

Bekanntlich besitzt der Mensch 23 Chromosomenpaare, von denen jeweils die Hälfte von Mutter bzw. Vater stammt. Im Rahmen der Keimzellbildung kann es durchaus dazu kommen, dass die eine oder andere Information falsch codiert wird – die Folge ist eine der vielen Muskelerkrankungen. Und entsprechend der Anzahl möglicher Mutationen ist auch die Anzahl der verschiedenen möglichen Erkrankungen relativ hoch, es sind mehrere Hundert bekannt - und es kommen immer Neue hinzu, die Forschung ist noch lange nicht auf dem optimalen Wissensstand. Aufgrund der großen Zahl soll hier auch nur eine kleine Auswahl verschiedener Typen der Muskelerkrankungen etwas detaillierter erklärt werden. Neben den eigentlichen Symptomen und der Ursachen wird auch auf einen möglichen Therapieansatz verwiesen werden.

Innerhalb der großen Gruppe der Myopathien lassen sich vier Subkategorien unterscheiden. Eine primäre Muskelerkrankung liegt dann vor, wenn die Symptome von den Muskelzellen selbst ausgehen. Beispiele wären etwa die Myotonen Dystrophien oder Myotonia congenita Becker. Die Glykogenspeicherkrankheit zählt zu einer Gruppe von Myopathien, die erst durch eine vorausgehende Erkrankung entstehen. Die Polymyositis und das Guillain-Barré-Syndrom lassen sich in der Kategorie entzündlicher Muskelerkrankungen zusammenfassen und gehen beide auf Autoimmunreaktionen zurück. Zudem kann eine Myopathie auch durch Substanzen ausgelöst werden, die von Außen in den Körper eindringen. In jedem Fall ziehen sich Diagnose und Behandlung oft über einen langen Zeitraum hin und können ein ganzes Leben verändern.

 

 

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